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Reggel
October 1998
Tomasch aus Budapest, Ungarn
Reportage im Magazin Vasarnap Reggel, 4.Oktober 1998

Seien wir doch mal ehrlich, uns kann man schwer erschüttern, auch nicht wenn es in den Nachrichten um die kleinen Mädchen und Jungen geht die ihren Tod in der Toilette von dunklen Discotheken oder in verlassenen Dachgeschossen gefunden haben. Ursache Drogen - Überdosis - wir machen einen verständnisvollen Blick und bestenfalls schütteln wir mit dem Kopf. Die Geschichte von Tomasch ist etwas besonderes, es könnte die Geschichte von vielen tausend anderen sein und man muss darüber sprechen, alleine deswegen um einen Lichtstrahl in diesen Tunnel zu bekommen der uns Hoffnung gibt. 

Stellen sie sich vor, es ist ein schönes Haus mit Garten in einem der besseren Bezirke von Budapest. Die Mutter ist Pädagogin, der Vater ist Ingenieur, die Schwester studiert an der Universität. Tomasch (der Name ist natürlich geändert) ist 21 Jahre alt. Mit 16 hat er das erste Mal Gras geraucht und ist dann Schritt f�r Schritt bei Heroin angelangt. 

Die Hausdurchsuchung passierte früh morgens und Tomasch wurde in Handschellen von Polizeibeamten abgeführt. Erst danach erfuhr seine Familie von seiner Sucht. Da er zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war, wurde er schnell wieder freigelassen. Danach hat Tomasch sich mit verschieden Jobs Geld beschafft, aber es war schnell wieder f�r Drogen ausgegeben. Er hat verschiedene Gegenstände aus dem Haus der Eltern entwendet und verkauft um sein Heroin zu beschaffen. Die Eltern haben mit Gesprächen versucht ihn zur Besinnung zu bringen und letztendlich vor die Wahl gestellt, mit den Drogen aufzuhören oder das Haus zu verlassen. 

Tomasch hat das Haus verlassen und man hat einige Tage nichts mehr von ihm gehört, bis ein Freund seine Mutter angerufen und mitgeteilt hat, dass Tomasch bewusstlos sei und Hilfe benötigt. Auch zwei Versuche in Budapester Kliniken von der Droge wegzukommen schlugen fehl, weil Tomasch sich geweigert hat Medikamente einzunehmen und weggelaufen ist. 

Ich konnte es lange nicht verstehen und vielleicht wollte ich es auch nicht verstehen sagt seine Mutter. Von einer alten Bekannten wurde ich auf den Drogenhilfeverein Matrix aufmerksam gemacht. Bei den Gesprächen mit den Betreuern wurde ich nicht geschont und man hat mir mitgeteilt was auf unsere Familie zukommt. Auf dem Weg nach Hause habe ich geweint und mir wurde klar, mein Sohn ist schwer krank. Während der Gespräche wurde ich auf das Medical Centre von Dr. Michael Zobin aufmerksam gemacht, in dem schon seit mehr als 8 Jahren erfolgreich die psychische Abhängigkeit von opiatbasierten Drogen bei Patienten bekämpft wird. 

Die Vorraussetzung für die Behandlung, 21 Tage keine Drogen anzufassen hat Tomasch erst nach dem zweiten Anlauf und unter ständiger Beaufsichtigung der Eltern geschafft. Dann wurde er der erste Patient aus Ungarn in Dr.Zobin´s Medical Centre. 

Nach der Behandlung bin ich mit einem neuen Sohn zurückgekehrt, dessen Seele sich der Welt wieder geöffnet hat. Jetzt interessiert er sich wieder für jede Kleinigkeit und er hat es neu gelernt sich zu freuen. Er hat die Freundschaft zu alten Kameraden aufgenommen die keine Drogen nehmen. Im Sommer ist er mit ihnen ins Ausland verreist, hat seinen Führerschein gemacht, einen Job gefunden und denkt jetzt über seine Fortbildung nach.